Grüezi Projekt Zumikon

Geschrieben von . Veröffentlicht in Artikel.

Das „Grüezi Projekt “ soll die Mitverantwortung, das Zugehörigkeitsgefühl und die Lebensfreude im Dorf erhöhen.

Das „Grüezi Projekt“ hat kein festes Datum oder Ort wo es stattfindet. Das „Grüezi Projekt“ ist vielmehr eine Vision, eine Idee. Die Idee, dass das Zusammenleben beachtet werden muss, ist nichts Neues und wird auch in Zumikon gefördert und doch möchte Monica Reppas sich besonders engagieren auch Neuzuzüger aus nah und fern wie auch aus dem Welschland oder dem Tessin im Dorf oder in der Region willkommen heissen.
Wer sieht, mit welcher Energie die Zumikerin die Idee verfolgt, hat keinerlei Zweifel an der Umsetzung.

 Das „Grüezi Projekt“ will bestehende Projekte, Ansätze, Anlässe unterstützen. Ziel ist „Integrationsarbeit“. „Eigentlich ein unschönes Wort. Ungenügende Sprachkompetenz ist oft ein Hindernis doch es kann durch etwas gemeinsam machen in den Hintergrund gedrängt werden“ Geplant ist eine gemeinsame Aktion zwischen Juch- und ICS-Schülern, ein Aktionstag „Bäume pflanzen“, ein Nachbarschaftstag, die Bekanntmachung des Café International etc. Das Miteinander etwas tun und erleben ist das Entscheidende. Mit der Vision möchte Monica Reppas selber aber auch andere Personen motivieren das Zusammenleben in Zumikon zu pflegen.
Die Bevölkerung, besonders neue Mitbürger, sollen aufgefordert und eingeladen werden, sich im Dorf zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.
Zumiker sollen das Wir-Gefühl mehr leben.

Im Interview erläutert die Initiatorin ihre Idee.
Warum sollten sich Neuzuzüger, die nur für ein paar Jahre kommen, engagieren? Warum sollen wir ihnen Schritte entgegen gehen?
Reppas: „Ich finde Parallelwelten nicht gut. Das schadet der Gemeinschaft eher. Ich denke an die Familie, die z.B. von Genf nach Zumikon zieht und an Familien oder Personen, die von weiter her kommen und sich hier einleben wollen. Es gibt einige Familien, die eigentlich nur für ein paar Jahre gekommen sind und dann bleiben. So werden aus Expats nicht selten Locals. Selbst wenn man wirklich nur für kurz bleibt: Es ist doch besser dort dann wirklich zu Hause zu sein und nicht nur in einem Dort zu wohnen.“ Neuanfänge kosten Energie, da ist jeder Dankbar ein „Grüezi“ zu erhalten.
Was ist Ihre persönliche Motivation?
Reppas: „Ich habe Entwurzelung selber erlebt. Meine Mutter ist als Deutsche vertrieben worden und ich selber bin in Bolivien geboren, dann in die Schweiz gekommen, als Erwachsene habe ich lange in den USA gelebt, ehe wir wieder in die Schweiz kamen. Mein Mann erlebte somit auch eine neue Kultur. Ich kenne aus meiner eigenen Geschichte die Bedeutung von Integration, weiß um die Wichtigkeit, sich willkommen zu fühlen. Deswegen bringe ich gerne meine ehrenamtliche Arbeit und meine Energie ein. Andere Kulturen im eigenen Umfeld können eine absolute Bereicherung sein. Leider wird das „Fremde“ manchmal als Bedrohung empfunden. Das finde ich kurzsichtig und schadet auf die Länge uns selber. Ich bin gern Schweizerin und ich möchte es Neuzuzüglern erleichtern, hier Wurzeln zu schlagen.“
Alleine kann man das „Grüezi Projekt“ aber wohl nicht bestreiten, oder?
Reppas: „Natürlich nicht. Aber ich treffe auf viel Zustimmung. Unterstützt wird die Idee auch von der Integrationsförderung des Kantons und auch von der Gemeinde, die mir für eine Messe im kommenden Jahr den Gemeindesaal zur Verfügung stellt. Das Grüezi Projekt kann durch viele Aktionen getragen werden. Das funktioniert nicht kurzfristig, muss sich erst in den Köpfen verankern. Ich denke alle in Zumikon haben ja einen gemeinsamen Nenner. Den gilt es bewusst zu machen. Wir müssen uns unserer Werte wie wir miteinander umgehen wollen wieder bewusst werden.“
Sie erhoffen sich also ein verändertes Bewusstsein?
Reppas: „Im besten Falle ja. Der Titel des „Grüezi Projekts“ beruht darauf, dass wir uns gegenseitig grüßen, wenn wir uns sehen. Wir sollten uns bewusst machen, dass wir nicht anonym nebeneinander leben möchten. Ich könnte mir – nur als Beispiel – gut einen Nachbarschaftstag vorstellen. Oder auch Koalitionen zwischen Generationen. Warum nicht dem ausländischen Mädchen von nebenan bei der Lehrstellensuche helfen?“
Gibt es ähnliche Projekte anderswo?
Reppas: „Ähnliche sicher. Aber Zumikon könnte konkret ein Pilotprojekt werden, das auch in anderen Gemeinden umgesetzt werden kann. Wer Interesse an der Idee hat, sollte sich den 24. Mai 2014 merken. Auf der „International Community Fair“ im Gemeindesaal wird der Gedanke mit Leben gefüllt. International weil wir Englisch als die gemeinsame Sprache sehen aber Deutsch als die Sprache des Ortes als unabdingbar betrachten.“
Inwiefern?
Reppas: „Bislang fand diese Messe des Kennenlernens, des Informationsaustausches und des aktiven Mitmachens, in Kilchberg satt. Aktive Vereinsmitglieder haben die Messe sechs Mal organisiert. Ich bin stolz und froh, dass ich sie in Kooperation mit dem Freizeitzenturm nach Zumikon holen konnte. Wir bieten im Prinzip vier Pfeiler an. Zunächst mal präsentiert sich das heimische und das regionale Gewerbe. Dann gibt es ein Bühnenprogramm mit Musik und Tanz. Ziel ist auch, dass sich Vereine vorstellen und so eventuell neue Mitglieder gefunden werden können. In verschiedenen Workshops wird zum Thema Schweiz gearbeitet. Unter anderem stellt sich dort „Visite“ vor – ein Austausch von Lehrlingen aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland. Natürlich darf leckeres Essen nicht vergessen werden. Wir laden zum Verweilen ein und hoffen, dass es dort zu interessanten Gesprächen und Begegnungen kommt. Mehr verrate ich zum familienfreundlichen Tag noch nicht. Vieles ist noch offen und wer mitmachen will kann sich informieren.
Der 24.5.2014 ist Teil des Grüezi Projekts und heißt alle Besucher und Besucherinnen willkommen“ www.internationalcommunityfair.ch

 

 Logo   Profot-logo 
Logo ST new  Fachstelle ktzh dji if stempel blau  JapanToursLogo
  grueziprojekt logo1 logo gross  liv cultures
  COGMO LOGO FINAL      rockmybaby.ch  logoMB
Logo Gewerbeverein                     7017-w132-h256-MW Logo Homebutton blau-1 zahnarzt
GBM 2013 vektorisiert

 italia 2000

Logo-LAARZ-Mai2012